Wir sind eine der ältesten Kunsttherapie-Schulen, früher bekannt als Institut EGIS/ISIS, welches in den 70er Jahren mit Paolo Knill aus der "Expressiv Arts Therapy" entwickelt wurde. In der Deutschschweiz sind wir die einzig Kunsttherapieschule, welche den intermedialen Ansatz nach Paolo Knill und Shaun McNiff  lehrt. Wir sind weltweit mit verschiedenen anderen Institutionen vernetzt, welche ebenfalls den intermedialen Ansatz in Therapie und Beratung pflegen. Träger unserer Ausbildung ist seit zwei Jahren der Verein InArtes. Näheres zur konkreten kunstorientierten Methode erfahren Sie hier.

  


Für wen eignet sich die Ausbildung?

Die Ausbildung Intermediale Kunsttherapie richtet sich an Menschen, die mit kunstorientierten Methoden im therapeutischen, pädagogischen oder sozialen Bereich tätig sein möchten. Absolventinnen und Absolventen unserer Ausbildungen arbeiten erfolgreich mit Menschen jeden Alters im Gesundheitswesen, in eigener Praxis, psychiatrischen Kliniken, ambulanten Institutionen, Akutspitälern wie auch im heilpädagogischen- und Bildungsbereich, in Firmen, Heimen, Geriatrie, in der Erwachsenenbildung, in Projekten im künstlerischen und sozialen Feld. Entsprechend dieser breiten Ausrichtung verflechten wir in unseren Ausbildungen das künstlerisches Schaffen mit theoretischen Konzepten und konkretem praxisorientiertem Training. Die Auseinandersetzung mit dem eigenen beruflichen Leitbild und der beruflichen Identität ist ein zentrales Anliegen.


Ausbildungskonzept

 

Unsere Aus- und Weiterbildungen sind interdisziplinär und modular aufgebaut. Verschiedene künstlerische Ausdrucksformen und deren Vernetzung werden erfahrungsbezogen gelehrt und mit theoretischen Hintergründen in Beziehung gesetzt. Eigene Prozesse, deren Reflexion, Theorie und Praxis werden sorgfältig aufeinander abgestimmt. Die Studierenden lernen mit den Kunstdisziplinen umzugehen und diese zu verknüpfen. Die Methoden werden durch eigene gestalterische Auseinandersetzungen und im Praktikum geübt. Darauf aufbauend entwickeln die Studierenden einen persönlichen, reflektierenden Arbeits- und Lernstil. Angestrebt wird ein vielseitiger Handlungsspielraum im Umgang mit Menschen, ihren Fähigkeiten und Begrenzungen. Das interaktive Lernen in der Gruppe, das vertiefende Forschen in Kleingruppen und das Entwickeln eigener Projekte bietet ein reiches, praxisnahes Übungsfeld. Die Auseinandersetzung und Anbindung auf fachlich-theoretischer Ebene sichern eine fundierte Ausbildung.


Inhalte und Aufbau


Die Ausbildung besteht aus einem erfahrungsbezogenen Basis- und einem praxisorientierten Aufbaustudium. Das Basisstudium kann als eine in sich geschlossene Weiterbildung mit Zertifikat absolviert werden. Für den Kunsttherapieabschluss benötigt es beide Teile. Wir sind ein anerkanntes Bildungsinstitut des Dachverbandes KSKV/CASAT, welcher Träger der eidgenössischen Höheren Fachprüfung HFP für Kunsttherapie ist. Unsere Seminare richten sich nach dessen Vorgaben, so dass unsere Absolventen zu dieser Prüfung zugelassen werden, mit dem Titel eidg. diplomierte KunsttherapeutIn Fachrichtung intermediale Therapie. Folgende Module und Inhalte sind für die Kunsttherapieausbildung vorgeschrieben und werden in unseren Seminaren vermittelt und geprüft:

Modul 1 - Fachgrundlagen I
Medizinisches Basiswissen (extern)

Modul 2 - Fachgrundlagen II
Psychologie, Psychopathologie, Psychosomatik Soziologische Konzepte, Gruppendynamik
Biografische Prozesse, Entwicklungspsychologie


Modul 3 - Notfälle

Nothelferkurs (extern)

Modul 4 - Kunst-Fähigkeiten
Vertiefung und Reflexion künstlerischer Fähigkeiten
Präsentation einer künstlerischen Arbeit

Modul 5 - Kunsttherapie
Kunsttherapeutische Fach- und Methodenkompetenz:

Anamnese, Diagnose, Dokumentation - Methoden und Interventionen
Soziale- und personale Kompetenz:

Selbsterfahrung, Lehranalyse - Wertvorstellungen, Menschenbild, Berufsethik

Modul 6 - Praktikum

In einer Institution oder privaten Praxis

Modul 7 - Projektarbeit
Planung, Durchführung und Dokumentation eines kunsttherapeutischen Projektes

 

Modul 8 - Berufsrolle

Gesprächsführung, Konfliktbewältigung, Praxisführung, Öffentlichkeitsarbeit, Berufspolitik

 

Die oben beschriebenen Module werden in die Seminareinheiten des Basis- und Aufbaustudiums eingebaut. Dieses Fachwissen wird schriftlich und mündlich geprüft. Nach jedem absolvierten Modul erhalten Sie eine schriftliche Bestätigung, welche Sie später für die höhere Fachprüfung benötigen.